Wenn das Gefühl aufkommt im Bett nicht mehr zu genügen...

Ängste im Alltag

 

Gern am Abend habe ich mir den Booster gegen Augenringe aufgetragen. Toll!

 

Meine Tochter brach in schallendes Gelächter aus. "Wie siehst du denn aus

 

Mama?!"     

   

 

Ich sehe aus wie eine 40 jährige Mutter, Ehefrau und Therapeutin. Mit Fältchen,

 

Bäuchlein, Hüftspeck und allen sonstigen Spuren der Zeit. Ok und ich

 

habe gelegentlich einen "Booster" im Gesicht. Ich musste ebenfalls lachen.

 

Meinem Mann trällerte ich zu, ich sein eine Elfe und morgen mindestens

 

optisch 10 Jahre jünger - er können sich freuen. Er quittierte meine Aussage mit

 

einem fragenden Blick und schließlich mit einem liebevollen Lächeln. Frei

 

nach dem Motto "Lass sie mal machen." Soweit die humorvolle Seite über das

 

Älterwerden nachzudenken und diese Begebenheit im Leben integrieren zu

 

können. Aber so einfach ist es leider nicht immer und erst recht nicht bei jedem.

 


Die Zeit verändert uns. Jeden Tag. Das Leben ändert uns. Viele meiner Patienten entwickeln Ängste, wenn ihr

 

Leben sich "normal" verändert - sprich sie älter werden.

 

 

Als Beispiel, männliche Patienten befürchten häufig sexuell in der Beziehung nicht mehr genügen zu

 

können und zweifeln plötzlich an ihrer Beziehung oder gar langjährigen Ehe. Sie kleiden sich jugendlich,

 

umgeben sich mit jungen Menschen, um selber den Charme der Jugend zu spüren.

 

 

Frauen fühlen sich ihrem Partner gegenüber nicht mehr attraktiv genug und lassen sich optisch

 

"aufpeppen".

 

 

Jugendliche stehen unter Leistungsdruck. Der Irrglaube je mehr sie leisten führt zu mehr Liebe und

 

Anerkennung in ihrem Leben, lässt sie kraftlos werden. Die Zukunft scheint ungewiss. Nicht umsetzbar. Der

 

Druck ist zu groß.

 

 

Relativ häufig habe ich ältere Patienten in meiner Praxis die ein Stück Ratlosigkeit darüber äußern, ob

 

sie ihr Leben wirklich so gelebt haben, dass sie vom "eigenen" Leben sprechen können. "Ich habe immer

 

nur für andere gelebt." Träume scheinen unerfüllt.

 

 

Die Zeit schlägt zu. Ängste begleiten vermehrt den Alltag. Hinzu kommen soziale Konflikte, Sorgen über

 

die Arbeitsplätze, Rente, Gesundheit, über die Finanzen allgemein und Gedanken über weitere 

 

Familienangelegenheiten. Das Paket des Lebens trägt sich gelegentlich schwer. Da hilft kein Booster

 

im Gesicht.

 

 

Wir können Ängste aushalten und mit uns tragen. Still, heimlich - so tun, als wenn sie nicht da wären.

 

Lächeln. Wir können uns der Familie oder Freunden anvertrauen. Wir könnten verzweifeln und krank

 

werden. Wir könnten aber auch überdenken, ob die Ängste und Sorgen vielleicht nicht ganz berechtigt

 

sind.  Meinst wollen unsere Ängste uns etwas sagen. Etwas, das auf den ersten Blick nicht erkennbar ist.

 

Meistens haben solche Gedanken ihren guten Grund. Das Leben ist zu kurz, als dass wir resignieren sollten. 

 

Wer also noch die Kraft besitzt sich auf seinen Weg zu machen, der eröffnet sich die großartige

 

Möglichkeit sich selbst einmal mehr zu begegnen. Eine wahnsinns Ressource. Neues, Unentdecktes oder

 

alt Gewünschtes können wir neu angehen - auch im hohen Alter. Zweifel an sich selbst oder an

 

seinen eigenen Qualitäten, können ausgeräumt werden. Was wichtig erscheint, rückt in den Hintergrund. Das

 

Unwichtige kann an Gewicht gewinnen. Wenn wir uns nur trauen die eigene Perspektive zu verändern.

 

Manchmal brauchen wir dazu professionelle Unterstützung. Häufig fragen meine Patienten: "Wie

 

kann ich denn meine Perspektive ändern?"

 

 

Ein ganzes Stück Arbeit, verbunden mit einer riesen Portion Mut. Dieser Booster hilft garantiert nicht

 

gegen Fältchen, aber er könnte helfen so manch eine Angst hinter sich zu lassen.

 

 

 

 

 

PSYCHOLOGISCHE PRIVATPRAXIS Tornesch

 

Therapeutin Katrin Hinrichsen

 

 

Termine nach Vereinbarung.

 

Tel.: 04122 - 977 30 22

 

 

 

 

 

 

 


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